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Wettstreit um die Vorherrschaft

Die Türkei weitet ihren Einfluss in Syrien aus und verändert die geopolitische Ordnung im Nahen Osten – der Machtkampf mit Israel spitzt sich zu. Seit 2011 verfolgte die Türkei mit ihrer kontinuierlichen Unterstützung der syrischen Opposition nicht nur humanitäre Ziele, sondern auch machtpolitische Interessen. Ankara strebt danach, Syrien in seine Einflusssphäre zu ziehen und durch die Neuordnung des Nahen Ostens zur führenden Macht zu werden. Syrien war über 400 Jahre Teil des Osmanischen Reiches, und die heutige politische Elite der Türkei betrachtet es als historischen Auftrag, verlorene Gebiete in den wachsenden Einflussbereich der türkischen Hegemonie einzugliedern.

Ein Gastbeitrag von Rasim Marz im Journal „Internationale Politik und Gesellschaft“ der Friedrich-Ebert-Stiftung.