Publikationen

Rasim Marz: “Ali Pascha – Europas vergessener Staatsmann“, 2016, 262 Seiten, Frank & Timme Verlag für wissenschaftliche Literatur Berlin, Hardcover, ISBN: 978-3732902477

Rasim Marz: Abdülmecid II. – Der letzte Kalif des Islams“, 2014, 60 Seiten, Broschüre, ISBN: 978-3734737138

Rasim Marz: Das Osmanische Reich für Einsteiger“, 2014, 40 Seiten, Broschüre, ISBN: 978-3732292738

Rasim Marz: Das Osmanische Reich auf dem Weg nach Europa“, 2013, 260 Seiten, Hardcover, ISBN: 978-3732292738

TV & Radio

n-tv: »Türkei – Wiedereröffnung der Hagia Sophia als Moschee« Christopher Wittich im Gespräch mit Rasim Marz, 2020
n-tv: »Die Türkei vor den Präsidentschaftswahlen« Sibylle Scharr im Gespräch mit Rasim Marz, 2018
Phoenix: »Der Tag – Die Türkei nach den Präsidentschaftswahlen« Michael Krons im Gespräch mit Rasim Marz, 2018

WDR Cosmo: »Kommentar zur Causa Hagia Sophia«, 2020
WDR 5: »Der Orient in uns – Das vergessene Erbe Europas« (Redaktion: Ayse Acevit), 2019
Deutschlandfunk: »Tag für Tag – Religionspolitik in der Türkei: Der Dienst der Diyanet« (Redaktion: Hüseyin Topel), 2019
WDR 3: ZeitZeichen »1944 – Todestag des letzten osmanischen Kalifen« Tobias Mayer im Gespräch mit Rasim Marz (Redaktion: Michael Rüger), 2014

Artikel von Rasim Marz

Marz, Rasim. 2019. Mehmed Emin Âli Pasha (1815-1871) and the Defense of Ottoman Sovereignty in the Diplomatic World of Bismarck’s Realpolitik. In: 1918-2018. 100 Jahre nach Moudros und Versailles. 3. Internationales Symposium zu den deutsch-türkischen Beziehungen. 439-447. Würzburg: IKG Verlag.


IPG: »Türkische Ambitionen in Nordafrika«

Die Türkei erhöht ihre Präsenz im östlichen Mittelmeer und schaltet sich aktiv in den Libyenkonflikt ein. Das osmanische Erbe wird zum Leitmotiv. Ein Gastbeitrag von Rasim Marz.

Deutschlandfunk: »Religionspolitik in der Türkei – Der Dienst der Diyanet«

Der Islamverband Ditib will sich neu aufstellen. Was bleibt, ist die Verbindung zur türkischen Religionsbehörde Diyanet. Die wurde von Mustafa Kemal Atatürk gegründet, um die Religion durch den Staat zu kontrollieren. Bis heute ist sie abhängig vom Programm der jeweiligen Regierung. Mit Rasim Marz.

NZZ: »Trikolore und Halbmond – Frankreich und die Türkei stehen sich im östlichen Mittelmeer gegenüber, dabei haben die beiden Länder enge historische Bande«

Im Machtspiel der europäischen Grossmächte nahmen Frankreich und das Osmanische Reich während Jahrhunderten führende Positionen ein. Immer wieder kam es zu Bündnissen gegen den gemeinsamen Feind Habsburg. Heute stehen die Zeichen auf Konfrontation. Ein Gastbeitrag von Rasim Marz.

NZZ: »Der traumatische Untergang des Osmanischen Reiches befeuert das türkische Selbstbewusstsein«

Wer die nationalistisch auftrumpfende Türkei von Erdogan verstehen will, muss sich in eine Epoche zurückversetzen, in der das untergehende Osmanische Reich ums Überleben kämpfte. Es geschahen Fehler, die man nicht wiederholen will. Ein Gastbeitrag von Rasim Marz.

DIE ZEIT: »Die Türkei wähnt sich wieder im Befreiungskampf«

Damals Gallipoli, heute Afrin: Aus türkischer Sicht ist der Westen erneut der Gegner. Wie die Erinnerung an das Ende des Osmanischen Reiches die Außenpolitik bestimmt. Ein Gastbeitrag von Rasim Marz.

Im März hat die türkische Armee die syrische Stadt Afrin von kurdischen Milizen erobert. Der Historiker und Publizist Rasim Marz ist Experte für die osmanische Geschichte und erklärt, was die jetzige Offensive mit der Vergangenheit zu tun hat.

DIE ZEIT: »Vorwärts zu alter Größe«

Neues Machtstreben und tief sitzende Ängste: Wie Präsident Erdogan die historischen Fundamente der Türkei untergräbt. Ein Gastbeitrag von Rasim Marz.

Groß, so groß wie möglich, sollte die Türkei sein. Im Südosten würden Mossul und Aleppo dazugehören, im Westen Terrain, das heute griechisch ist: So stellte es sich 1920 die türkische Befreiungsbewegung unter General Mustafa Kemal Pascha vor. Drei Jahre später – nach langen Kämpfen und blutigen Vertreibungen – fiel das Staatsgebiet, festgelegt im Vertrag von Lausanne 1923, nicht gar so groß aus. Doch Mustafa Kemal, nun Atatürk (»Vater der Türken«) genannt, machte seinen Frieden mit dem Erreichten. Die Türkische Republik wurde gegründet.

CashKurs: »Hagia Sophia – Ein imperiales Politikum«

Die Türkei unter Staatspräsident Erdoğan hat nach dem Urteilsspruch des obersten Verwaltungsgerichts den Weg zur Wiedereröffnung der Hagia Sophia als Moschee freigegeben. Die Reaktionen aus Griechenland, den USA, Russland und der Kirchenwelt reichten von Unverständnis bis hin zu offenen Drohungen. Dabei liegt die Entscheidung, wie eine Nation mit ihrem kulturellen Erbe umgeht allein in der Souveränität des betreffenden Staates. Ein exklusiver Gastbeitrag von Rasim Marz.

CashKurs: »Die Türkei blickt nach Libyen«

Die Türkei greift in den libyschen Bürgerkrieg ein, um ihre Präsenz im östlichen Mittelmeer zu behaupten. Libyen ist nicht nur altes osmanisches Territorium, sondern auch eine Figur auf dem außenpolitischen Schachbrett gegen unbequeme Anrainer-Staaten schreibt Historiker Rasim Marz in seinem Gastbeitrag für Cashkurs.

CashKurs: »Pulverfass Balkan – Achillesferse der Europäischen Union«

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker warnt vor einem neuen Flächenbrand auf dem Balkan. Albanien drängt auf EU-Mitgliedschaft. Ein Gastbeitrag von Rasim Marz.

CashKurs: »Die Türkei nach Afrin«

Warum Afrin zum neuen türkischen Nationalmythos stilisiert und die Türkei die Operation »Olivenzweig« gegen die Kurden fortsetzen wird. Ein Gastbeitrag von Rasim Marz.

F.A.Z: »Der Bismarck der Osmanen«

Ein Reformer, der den Nationalstaat als drohende Gefahr sah: Der türkische Historiker Rasim Marz erinnert an den osmanischen Politiker Ali Pascha. Von Wolfgang Günter Lerch

In seinem Roman „Wesire und Konsuln“ schildert der bosnische Schriftsteller Ivo Andric, wie seit Beginn des neunzehnten Jahrhunderts die westlichen Mächte begannen, das schwächelnde Osmanische Reich diplomatisch zu „durchdringen“ und politisch wie ökonomisch in den Griff zu bekommen. Das katastrophale Ende ist bekannt: Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg zerbrach das Imperium der Sultane, das sechshundert Jahre bestanden hatte; der „kranke Mann am Bosporus“ – so die berüchtigte Formulierung von Zar Nikolaus I. – war gestorben und konnte auch nicht wiederbelebt werden. Nach Gründung der säkularen Republik unter Mustafa Kemal Atatürk im Jahr 1923 wurden die Osmanen lange Zeit systematisch diskreditiert. Geradezu teleologisch zeichnete die kemalistische Geschichtsschreibung eine Linie historischer Notwendigkeit, die aus der Agonie des Reiches nach gleichsam ehernen Geschichtsgesetzen zum türkischen Nationalismus und zu Atatürk als dem Retter der Nation – was er zweifelsohne war – führte. Weiter lesen…

WDR 3 | ZeitZeichen: »1944 – Todestag des letzten osmanischen Kalifen«

Tobias Mayer im Gespräch mit Rasim Marz

Nur zwei Jahre, von 1922 bis 1924, war Abdülmecid II. formell das religiöse Oberhaupt aller Muslime – allerdings ohne Macht und Einfluss. Als Abdülmecid II. in Ankara zum Kalifen gewählt wurde, war die weltliche Macht des einstigen Riesenreiches der Osmanen bereits Geschichte. Die Revolutionäre um Mustafa Kemal (Atatürk) hatten Mehmed VI. im November 1922 aus dem Land gejagt und das Sultanat beendet. Atatürk bereitete längst die Gründung der Republik Türkei vor. Sie sollte modern – und das hieß: westlich und laizistisch – sein. Das Amt des Kalifen passte nicht mehr dazu. Im März wurde Abdülmecid II. abgesetzt, Scharia und Kalifat abgeschafft und sogar das Tragen religiöser Kleidung verboten. Abdülmecid starb 1944 im Exil in Paris. Zum Podcast…

Kunst & Kültür: »Was hat die Osmanische Geschichte mit der Gegenwart zu tun?«

Wir treffen uns in einem Kölner Café mit dem Historiker Rasim Marz, der mit so viel Wissen über das Osmanische Reich ausgestattet ist, dass man damit Bibliotheken füllen kann. Seine eigenen tun dies bereits an Universitäten wie Cambridge oder Oxford. Es folgt ein Gespräch über Geschichte, das Osmanische Reich, die Abschaffung des Fernsehers, und die Pressekultur in der Türkei. Bei der Brisanz der Themen über die sich die Gemüter uneiniger nicht sein könnten, ist der Blick zurück in die Geschichte umso lohnenswerter. Wenn es um das Thema Geschichte geht, ist Rasim Marz auf jeden Fall die richtige Adresse! Weiter lesen…

Islamische Zeitung: »Mali-Konflikt – Die Osmanen in Afrika«

Der derzeit wütende Bürgerkrieg im westafrikanischen Staat Mali hat den ehemaligen Kolonialherren Frankreich auf den Plan gebracht, militärisch zu intervenieren. Diese Mission, die nicht nur allein davon geprägt ist, in dieser Gegend Frieden zu schaffen, hat die Blicke der Welt wieder nach Afrika gerichtet. Für uns scheinen die Ereignisse fernab der Heimat zu liegen wenn wir in den Nachrichten von Zerstörungen und ­Blutvergießen hören. Schließlich handelt es sich um ein Land, das wir nicht kennen und das nicht mit unserer Geschichte verwurzelt ist. So scheint es jedenfalls auf den ersten Blick. Weiter lesen…

Islamische Zeitung: »Ein vergessener Held von Gallipoli – Erinnerung an Liman von Sanders Pascha, einem deutschen General in osmanischen Diensten«

Dardanellen, 25. April 1915: Englische, australische, neuseeländische und französische Truppen setzen am frühen Morgen zur Landung an. Während die Schlachtschif­fe unermüdlich auf die ­osmani­schen Anhöhen feuern, um ihren Truppen Rückendeckung zu geben, weist Leut­nant Ali Efendi seine Soldaten an, die Bajonet­te aufzupflanzen. Sie beten um den Beistand des Propheten bis der Leutnant mit gezogenem Degen den letzten Befehl erteilt: „Padisahimiz Cok Yasa! – Es lebe der Padischah!“ Mit Allah-Rufen klettern die osmanischen Truppen aus den Schützengräben und stürmen auf den Feind los. An ­ihrer Seite auch deutsche Soldaten. Weiter lesen…